Im Gespräch über Potenziale der Fertigbaubranche unterstrich Georg Lange mit Blick auf die aktuelle Überarbeitung der MVVTB die Notwendigkeit, den ressourceneffizienten Holztafelbau in den Städten der Zukunft zu ermöglichen. Für die Stärkung des Bauens mit Holz sei eine Modernisierung des Bauordnungsrechts zwingend geboten, insbesondere vor dem Hintergrund einer nationalen Holzbaustrategie. Dabei müsse der Ersatzneubau mitgedacht werden, ebenso wie das serielle und modulare Bauen. Was die Unternehmen jetzt benötigten seien Regelungen, die dem Holzbau – ähnlich einer Busspur im Straßenverkehr – freie Fahrt ermöglichen. Stattdessen würden die Bauordnungen der Länder den Holzbau an vielen Stellen ausbremsen. Auch die Debatte um Waldflächenstilllegung bei gleichzeitigem Wunsch verstärkter Holznutzung müsse kritisch hinterfragt werden.

 

Kassem Taher Saleh betonte, dass der Umgang mit Baustoffen künftig geändert, die Nutzung von nicht-erneuerbaren Rohstoffen reduziert und mehr auf regional verfügbare Produkte umgestiegen werden müsse. Die nationale Holzbau-, Leichtbau- und Ressourcensicherungsstrategie sei dazu ein sinnvolles Instrument. Ziel der Strategie solle es sein, ein gutes Verhältnis zwischen dem Schutz des Waldes und der Verwendung von Holz als Baustoff sicherzustellen. Außerdem müsse der Holzbau in Kaskaden gedacht werden, so dass der gespeicherte Kohlenstoff so lange wie möglich im Kreislauf bleibe. All das seien wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Bauwende.


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